Beobachtung & Dokumentation

 

Portfolioarbeit


Die kontinuierliche Beobachtung der Kinder ist für mich die wichtigste Grundlage meiner pädagogischen Arbeit. Dadurch erfahre ich, welche Stärken und Bedürfnisse ein Kind hat, welche Themen es beschäftigen, in welchen Bereichen es noch Unterstützung benötigt und welche Entwicklungsschritte es zurzeit bewältigt. Sie dienen außerdem als Basis für die regelmäßig stattfinden Entwicklungsgespräche mit Eltern.  
Meine Form der Bildungs- und Entwicklungsdokumentation ist die Portfolioarbeit, in der die unterschiedlichen Entwicklungsschritte und Bildungsprozesse des Kindes festgehalten werden. Gemeinsam mit dem Kind wird eine Art offenes Buch angelegt, in dem seine Ideen, Werke, Selbstportraits, Vorstellungen, Fotos, Handabdrücke, Lieblingslieder, prägnante Situationen, etc. festgehalten werden. Beim Verlassen der Tagespflege erhält so jedes Kind sein individuelles „Entwicklungstagebuch“.

 

Von Anfang an gehört das Portfolio dem Kind, egal wie viele andere daran mitarbeiten. Durch diese Einstellung ist es selbstverständlich, dass das Kind aktiv an der Gestaltung seines Portfolios beteiligt wird und jederzeit selbstständig das Buch holen, anschauen und gestalten kann. Hierdurch entwickelt das Kind das Bewusstsein, wertgeschätzt und geachtet zu werden. Andere müssen das Kind als Besitzerin oder Besitzer des Portfolios natürlich vorher fragen, ob sie das Buch anschauen dürfen. Und die Entscheidung des Kindes ist zu respektieren.

 

Sind die Kinder klein, müssen wir ihnen helfen, Wurzeln zu fassen.
Sind sie aber groß geworden, müssen wir ihnen Flügel schenken.

Indisches Sprichwort

 

Dieses indische Sprichwort trifft sehr gut auf das Portfolio des Kindes zu. Das Portfolio macht die Stärken und die Lernkompetenzen des Kindes sichtbar. Das Kind erfährt durch den intensiven Kontakt zu seinen Co-Autorinnen und -Autoren Aufmerksamkeit und Zuwendung. Dadurch kann es starke „Wurzeln“ bilden, die tragfähige Beziehungen und Kompetenzen ermöglichen. Zusätzlich helfen die Erfahrungen mit dem Portfolio dem Kind, sich den Anforderungen der großen weiten Welt zu stellen.

 

7.2. Bildungs- und Lerngeschichten

Kinder lernen am erfolgreichsten, wenn sie eigene Lösungswege gehen und Fehler machen dürfen. Sie brauchen Erwachsene, die ihre Entdeckungen und Erklärungen ernst nehmen und sich mit ihrem Wissen zurückhalten.

Ziel der Bildungs- und Lerngeschichten ist es, die Bildungs- und Lernwege Ihres Kindes zu verstehen und zu unterstützen. Aus diesem Grund werden Lernprozesse kontinuierlich beobachtet, beschrieben und reflektiert. Die Lerngeschichten werden in einfacher, für das Kind verständlicher Sprache, gehalten und mit Fotos dokumentiert. Zeitnah werden sie dann in das Portfolio des Kindes geheftet, natürlich nachdem ich sie dem Kind vorgelesen habe.  Zudem erhalten Sie als Eltern einen besseren Einblick in die Entwicklung Ihres Kindes.

 

 

 

ELAS Räuberhöhle

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